Von:
Bernd Brinkmann

e-umweltschutz.de

Haben sie schon mal einen grünen Hahn gesehen? In der Natur gibt es das nicht, aber auf manchem Kirchendach sitzt doch einer in verwittertem, grünem Kupfer als Wetterhahn.

Der Hahn (süddeutsch: der Gockel) hat über die Bibel seinen Einzug in die Kirche gehalten. In der Petrusgeschichte kräht der Hahn als Petrus leugnet Jesus zu kennen. So wurde der Hahn zu einem Symbol des Wachseins und des Aufpassens über das Geschehen in der Kirche und der Welt.

Grün ist die Farbe der Hoffnung und auch die Bewahrung der Schöpfung (Mitwelt) wird mit der Farbe grün in Verbindung gebracht. So ist der „Grüne Hahn“, der Grüne Gockel“ entstanden.

Deutschlandweit schmücken sich bereits über 700 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen vieler Konfessionen mit dem Grünen Hahn und zeigen: Wir nehmen Bewahrung der Schöpfung ernst. Es ist uns ein Anliegen, nicht nur darüber zu reden, sondern auch zu handeln.

Der Grüne Hahn hilft beim Energiesparen ebenso wie bei der Durchführung von Schöpfungsgottesdiensten. Der Umgang mit Reinigungsmittel ist genauso ein Thema wie auch die Frage der Mobilität. Das Einkaufsverhalten wird analysiert und der Abfall reduziert. Der Papierverbrauch wird gleichermaßen angesprochen wie die Gestaltung der Außenanlagen.

Kirchengemeinden mit Grünem Hahn machen ernst beim Umweltschutz – beim Schutz der Mitwelt. Sie finden heraus, was es wo zu tun gibt und setzen sich ein. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und der Grüne Hahn bzw. der Grüne Gockel hält sie dabei wach.

Viele Menschen engagieren sich bei der Einführung. Der Lohn der Mühe ist nicht nur die Auszeichnung mit dem Grünen Hahn. Ein größerer Gewinn ist es, etwas für den Umweltschutz, den Erhalt der Schöpfung und damit für unsere Kinder und Enkelkinder getan zu haben.